Psychologische Privatpraxis in Dresden

Telefon: 0351 450 42 08

Hypnose bei Schmerzerkrankungen

Bereits im 18. Jahrhundert,  als es noch keine Narkosemittel gab, wurde  Hypnose erfolgreich zur Schmerzausschaltung bei großen Operationen angewandt. Auch heute ist z. B. in der zahnärztlichen Praxis Hypnose ein probates Mittel zur Schmerzausschaltung, wenn ein Patient keine Betäubungsspritze verträgt.

In der psychologischen Schmerztherapie hat sich Hypnose besonders bei der Bewältigung chronischer Schmerzen bewährt. In Hypnose, man kann auch sagen ‚in Trance’ werden die Selbstheilungskräfte der Patienten aktiviert.
Es kommt dabei zur Einengung der Aufmerksamkeit und es ist ein leichterer Zugang zu Gefühlen möglich, über die der Patient reden kann, aber nicht muss.

ALBERT SCHWEITZER habe seinen Ärztekollegen  gesagt: „Patienten tragen ihren eigenen Arzt in sich. Sie kommen zu uns und wissen nichts von dieser Wahrheit. Das Beste, was wir tun können ist, dem inneren Heiler unserer Patienten die Chance zu geben, seine Arbeit zu tun.“
Dieser „innere Heiler“ wird in der Hypnotherapie als „das Unbewusste“ oder auch als „innerer Ratgeber“ bezeichnet. Nennen wir ihn  hier der Einfachheit halber „das Unbewusste“. Es kann Ihrem Bewusstsein das Wissen darüber zugänglich machen, weshalb sich Ihr Körper in Form des Schmerzes immer wieder beklagt und auf welches Ungleichgewicht er Sie hinweisen will.

Vielleicht haben Sie schon bemerkt, dass sich der Schmerz eher meldet, wenn Sie mal Langeweile haben oder unzufrieden sind, als wenn Ihnen eine Beschäftigung Freude macht oder wenn Sie ein spannendes Buch lesen. Das heißt: Mit unserem Verhalten, Fühlen und Denken können wir lernen, Schmerz zu beeinflussen .

Was passiert da nun zum Beispiel in der hypnotherapeutischen Schmerzbehandlung?

  • Der Patient kann im Geist an einen Ort gehen, der für ihn das Sinnbild von Ruhe und Erholung ist, und den schmerzenden Körper im Sessel liegen oder sitzen lassen.
  • In einem gewissen Abstand beobachtet man in Trance seinen Körper und forscht, was ihm gut tun könnte, damit er mit seinen Schmerzklagen aufhört.
  • Sie können als Patient(in) aber auch Kontakt zu Ihrem Schmerz aufnehmen, um von ihm zu erfahren, weshalb dieser alte Bekannte immer wieder unangemeldet zu Besuch kommt und daraus Ihre Schlüsse ziehen.
  • Es ist auch möglich, in Trance den Schmerz  abzuschwächen oder zu verstärken, aber das ist banal und hilft nur kurz, weil man die Botschaft des Schmerzes nicht entschlüsselt.
  • Schließlich kann man auch den schmerzenden Körperteil eine Weile von den gesunden Körperteilen abspalten und die angenehmen Empfindungen verstärken. Währenddessen kann sich der Schmerz beruhigen und der Körper kann auf andere Weise eine Botschaft überbringen.

Wenn  Sie mögen, dann vergegenwärtigen Sie sich einmal, was Sie schon von und über Schmerzen wissen:

  • Unangenehme, ängstigende  Vorstellungen können Schmerz erzeugen oder verstärken.
  • Angenehme Vorstellungen und Erinnerungen können Schmerz vergessen lassen.
  • Wenn eine Mutter Ihr Kind vor Schmerzen schreien hört, kann sie selbst Schmerz empfinden, obwohl sie körperlich intakt ist.
  • Sobald man einem Kind, das sich verletzt hat oder akut krank ist, liebevolle Zuwendung gibt, wird es seinen Schmerz weniger stark empfinden als wenn man mit ihm schimpft.
  • Schmerz gehört zum Leben so wie Lust- und Unlustgefühle zum Leben gehören.
  • Wer kein Schmerzempfinden hat, lebt gefährlich, weil er (lebens)wichtige Signale seines Körpers nicht wahrnimmt.

Was Sie vielleicht noch nicht wissen:

  • Chronischer Schmerz kann ein Teil des Patienten sein, der lange nicht beachtet worden ist.
  • Niemand hat genau den gleichen Schmerz. Schmerz ist individuell und vielgestaltig.
  • Wenn jemand  lange ohne chronische Schmerzen gelebt hat, wird sich der Organismus daran erinnern, wie es sich anders anfühlt. Und das, was in unserem eigenen Organismus entsteht, kann auch durch unseren eigenen Organismus verändert werden (s. Albert Schweitzer!).

Der Schmerz ist weg – und dann???

Wenn man chronische Schmerzen aus seinem Leben entlässt, dann entsteht ein Leerraum, der wieder ausgefüllt werden will, d.h.:

Man muss nicht nur von etwas weg, sondern auch zu etwas hin.
Und je genauer Sie sich dieses „Zu etwas hin“ vorstellen können, umso besser hilft Ihnen das, Ihren Schmerz zu lindern. Dann könnte aus dem jetzt ungebetenen Besucher ein guter Bekannter werden, der nur ab und an anklopft, um eine wichtige Nachricht zu überbringen, die Sie zu Ihrem Erstaunen rasch entschlüsseln.

Terminvereinbarung

Montag bis Donnerstag von 10:00 – 16:00 Uhr
Tel.: 0351 450 42 08

Adresse

Dipl.–Psych. Irmtraud Teschner
Blasewitzer Str. 41
01307 Dresden