Therapie Posttraumatischer Belastungsstörungen

 

Krankheitsbild

Posttraumatische Belastungsstörungen können entstehen, wenn sich Menschen in ungewöhnlichem Maße bedroht fühlen oder wenn sie ungewöhnliche Grenzüberschreitungen gegen ihren Willen erleben. Dies kann z. B. durch schwere Unfälle, Naturkatastrophen, Kriegsereignisse, kriminelle körperliche Gewalt oder extreme Haftbedingungen geschehen, aber auch dadurch, dass man zwangsläufig hilfloser Zeuge solcher und ähnlicher Ereignisse wird. Während dabei erlittene körperliche Verletzungen meist behandelt werden, kommt es leider öfter zu einem Verkennen oder gar Verdrängen der dabei entstandenen seelischen Verletzungen. Letztere sind in ihrer Art und ihrem Ausmaß individuell unterschiedlich. Dennoch gibt es für posttraumatische Belastungsstörungen ein bestimmtes gemeinsames Symptommuster, welches geprägt ist 

1. von belastenden Erinnerungen (im Fachjargon ‚Intrusionen‘ genannt),

2. von Vermeidung und

3. von Übererregung.


Im einzelnen handelt es sich dabei um Symptome wie Schlafstörungen, Albträume, ständiges Grübeln, Vermeiden sozialer Kontakte und allem, was an das Ereignis erinnert, übermäßige Schreckhaftigkeit, Angst, unangenehme Körperempfindungen, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte bis extreme Reizbarkeit durch scheinbar kleinste Anlässe, Wutausbrüche, Abstumpfung von Gefühlen, Interesselosigkeit, Vorwürfe und Selbstvorwürfe.
Mitunter kommt es vor, dass ein bestimmter Reiz (Bild, Geräusch, Geruch, Geschmack, Filmszene, Zeitungsnotiz, Person, Ort ….) dazu führt, dass die Betroffenen das traumatische Ereignis noch einmal so wiedererleben als würde es gerade jetzt geschehen. Man spricht dann von Flashbacks .Die Betroffenen sind dann völlig von der Gegenwart abgespalten („dissoziiert“) und erleben das traumatische Ereignis noch einmal in Rohform.

Ziel der Traumatherapie

ist die emotionale und kognitive Verarbeitung des Erlebten. Es soll erreicht werden, dass die betroffenen Menschen nicht mehr von den Erinnerungen an das Trauma überwältigt werden, sondern lernen, es mit ausreichender Distanz als einen Teil ihrer Vergangenheit zu betrachten, wo es ihnen gelang, unter extremen Bedingungen zu überleben.

Methoden:

Bei der Behandlung traumatisierter Klientinnen und Klienten orientiere ich mich an den hypnotherapeutischen Vorgehensweisen von A.KAISER – REKKAS und G.PERREN – KLNGLER (speziell: Behandlung von visuellen Flashbacks), dem hypnosystemischen Ansatz von G.SCHMIDT und den verhaltenstherapeutischen Konzepten von A. EHLERS und A.BOOS.