Hypnose bei Tumorerkrankungen

Hypnose verbindet wie keine andere Therapieform Körper und Seele. Deshalb hat sie sich auch in der Mitbehandlung von Tumorerkrankungen bewährt.
Die  Diagnose „Tumor“ oder „Krebs“ ist für die Betroffenen nicht nur ein körperliches, sondern auch ein seelisches Problem. Angst, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Abhängigkeit von anderen Menschen, Depression,  mitunter auch Wut und Schuld,  sind Gefühle, die oft mit einer solchen Erkrankung einhergehen und den kranken Organismus zusätzlich schwächen.
Die besten Therapieerfolge werden dort erreicht, wo nicht nur der Tumor, sondern der ganze Mensch behandelt wird.

Wozu kann Hypnose bei Tumorerkrankungen angewendet werden ?

 

  1. Zur Entspannung und damit zur Verringerung von Angst und Furcht
  2. Speziell: Zur besseren Verträglichkeit und Wirkung von Chemotherapie (von der Hypnosesitzung wird eine CD gebrannt, die Sie vor oder während der Behandlung hören können)
  3. Zur Stärkung des Immunsystems
  4. Zur Neuorientierung, d. h.: Vergangenes ruhen lassen oder zur inneren Zufriedenheit abschließen
  5. Zur Suche oder zum Wiederfinden dessen, was das Leben lebenswert macht
  6. Zum Vorausschauen auf die Zeit nach der Behandlung (Es ist nie zu spät aufzuhören und es ist nie zu spät anzufangen).


Das wohl Wichtigste bei einer Tumorerkrankung ist, sowohl der medizinischen Behandlung als auch den zeitweilig geschwächten körpereigenen Abwehrkräften zu vertrauen und die Hoffnung auf Besserung zu behalten. Dabei kann von dem Medikament Humor – so merkwürdig das auch klingen mag – getrost eine Überdosis genommen werden.

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Menschen, die ihre Tumorerkrankung nicht nur überlebt haben, sondern danach wieder in ein erfülltes Leben zurückgekehrt sind.

Denken Sie z. B. an den amerikanischen Radprofi Lance Armstrong oder die Fernsehmoderatorin Petra Gerster. Ich kenne mindesten 15 Frauen und Männer persönlich, deren Krebserkrankung 5 Jahre und länger zurückliegt und die entweder erfolgreich in ihren Beruf zurückgekehrt sind oder anderweitig ein erfülltes Leben gefunden haben.
Das Besondere an diesen Menschen ist, dass sie zum Zeitpunkt der Erkrankung noch etwas vorhatten, Ziele hatten, die ihrem Leben einen Sinn gaben. Unter solchen Umständen fällt es offenbar leichter, die Erkrankung nicht als unabwendbares Schicksal, sondern als eine Art Herausforderung oder auch als wegweisendes Warnsignal zu betrachten.
Aus wissenschaftlichen Untersuchungen weiß man inzwischen, dass  es 3 bis 18 Monate vor Ausbruch einer Tumorerkrankung bei den meisten Betroffenen schwere Stressoren gab, die das emotionale Gleichgewicht übermäßig stark belastet haben. Deshalb sind nach Ausbruch der Erkrankung Ruhe und Entspannung zunächst das, was die Betroffenen am nötigsten brauchen. Hier ist auch der erste Ansatzpunkt für eine Behandlung mit Hypnose gegeben.
Durch Tiefenentspannung kann eine Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte erreicht werden und
durch das Erlernen und anschließende Üben von Selbsthypnose können die Patienten ihrem gestressten Körper ab und an oder auch öfter ein ungewöhnliches Geschenk machen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie unter www.hypnose-dgh.de.